FUCHS
skaliert globale Lieferketten-Compliance mit integrierter Lösung

IntegrityNext unterstützt FUCHS maßgeblich bei der Umsetzung strenger Sorgfalts- und Berichtspflichten im Rahmen des LkSG, des norwegischen Transparenzgesetzes und diverser Modern Slavery Acts – dank nahtloser Integration in bestehende Systeme und Einkaufsprozesse.

 

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Branche Spezialchemie


Hauptgeschäftsbereiche Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Schmierstoffen und verwandten Spezialprodukten


Jahresumsatz 3,5 Milliarden Euro (2025)


Belegschaft Ca. 6.900 (2025)


Unternehmenssitz Mannheim, Deutschland

>80%

Abdeckung der direkten globalen Beschaffungsausgaben durch IntegrityNext-Bewertungen

80%

Rücklaufquote bei Selbstauskünften der Lieferanten

>60

Einkäufer arbeiten in Entscheidungsprozessen mit IntegrityNext-Daten

5

verschiedene nationale Gesetze zu Sorgfalts- und Berichtspflichten umgesetzt – unterstützt durch IntegrityNext

IntegrityNext unterstützt uns maßgeblich bei der Erfüllung gesetzlicher Sorgfalts- und Berichtspflichten in Australien, Deutschland, Kanada, Norwegen und dem Vereinigten Königreich – zentral über eine einzige Plattform. Das reduziert die Komplexität erheblich und ermöglicht eine konsistente Steuerung.

Erik Richter
Human Rights Officer & Sustainability Manager Procurement, FUCHS SE

Wie FUCHS unsere Plattform nutzt

  • Zentrale Anwendungsbereiche
    • Due Diligence in der Lieferkette

    • Integration in interne IT-Systeme über Extended API

  • Gesamtzahl geprüfter Lieferanten Über 2.300
  • Lieferanten mit angeforderten Selbstauskünften 2.200
  • Rücklaufquote bei Selbstauskünften 80%

Von IntegrityNext unterstützte Unternehmensziele

Regulatorische Compliance

Umsetzung gesetzlicher Anforderungen, insbesondere des deutschen Lieferkettengesetzes (LkSG) sowie weiterer nationaler Vorgaben in verschiedenen Märkten der FUCHS Gruppe.

Etablierung eines digitalen Due-Diligence-Prozesses

Aufbau eines global skalierbaren und dezentral anwendbaren Prozesses zur Einhaltung von Sorgfaltspflichten.

Transparenz über Lieferantenrisiken

Sicherstellung umfassender Einblicke in die Tier-1-Lieferantenbasis durch systematische Risikoanalysen.

Schaffung fundierter Entscheidungsgrundlagen

Bereitstellung einer belastbaren Datenbasis für Reporting und unternehmensweite Entscheidungsprozesse.

Integration von Nachhaltigkeit in Beschaffungsprozesse

Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien in bestehenden Beschaffungsprozessen, etwa im Lieferanten-Onboarding.

Zentrale Verfügbarkeit von Risikosignalen

Integration relevanter Risikodaten in interne IT-Systeme zur bereichsübergreifenden Nutzung.

Unternehmenskontext

FUCHS ist der weltweit größte unabhängige Hersteller von Schmierstoffen und verwandten Spezialprodukten für Branchen wie die Automobilindustrie, Maschinenbau, Metallverarbeitung, Bergbau und Energie. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Mannheim ist in über 50 Ländern aktiv, betreibt 38 Produktionsstandorte und verfügt über 67 operative Gesellschaften mit einem breit diversifizierten Portfolio von über 10.000 Produkten.

Die Organisation von FUCHS ist stark dezentral geprägt: Der Einkauf liegt überwiegend in regionaler Verantwortung. Gleichzeitig steigt der Druck durch regulatorische Anforderungen wie das deutsche Lieferkettengesetz (LkSG), die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) und nationale Sorgfaltspflichtengesetze in den internationalen Märkten.

Daraus ergibt sich eine zentrale Herausforderung: Der Aufbau eines gruppenweit einheitlichen und gesetzeskonformen Lieferkettenmanagements, ohne jedoch den lokalen Handlungsspielraum der einzelnen Geschäftseinheiten einzuschränken.

Vor diesem Hintergrund verfolgte FUCHS das Ziel, ein verantwortungsvolles Procurement-Modell zu etablieren und dafür eine digitale Lösung einzusetzen, die:

  • global einheitlich und zugleich lokal umsetzbar ist
  • regulatorische Anforderungen zuverlässig erfüllt und flexibel erweiterbar ist
  • Nachhaltigkeitsrisiken umfassend identifiziert und priorisiert
  • sich in bestehende Prozesse und IT-Systeme integrieren lässt
  • Transparenz über Risiken und Fortschritt schafft
  • die Zusammenarbeit mit der Lieferantenbasis stärkt
  • eine hohe Akzeptanz bei Lieferanten bei gleichzeitig geringem Aufwand sicherstellt

Zur Umsetzung dieser Anforderungen entschied sich FUCHS für die Supply-Chain-Due-Diligence-Lösung von IntegrityNext.

Durch die Integration der Analysen von IntegrityNext in unsere bestehenden IT-Systeme stehen uns Nachhaltigkeits- und Risikodaten genau dort zur Verfügung, wo wir sie benötigen. Das erleichtert den relevanten Fachbereichen die Nutzung in Entscheidungsprozessen und ermöglicht es uns, gezielt dort aktiv zu werden, wo Handlungsbedarf besteht.

Lisa Kuoy
Manager Supplier Quality Management, FUCHS LUBRICANTS GERMANY GmbH

Projektbeschreibung

Hauptakteure

Die anfängliche Umsetzung des Projekts wurde federführend durch den Einkauf gesteuert, in enger Zusammenarbeit mit weiteren zentralen Geschäftsbereichen. Die wichtigsten Akteure umfassen:

  • Einkauf (global und regional): Hauptverantwortung für Umsetzung und operative Nutzung
  • Compliance: Unterstützung bei der Sicherstellung der Einhaltung regulatorischer Vorgaben und Reporting
  • Supplier Quality Management: Integration der Ergebnisse in die Lieferantenbewertung

Insgesamt arbeiten über 60 Nutzer überwiegend aus dem Einkauf über die IT- Integration mit den IntegrityNext-Daten. Diese werden aktiv genutzt, beispielsweise in der Lieferantenqualifizierung oder in Verhandlungen.

Umsetzung

Im Zentrum des Projekts stehen die systematische Erfassung und Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken in der Lieferkette. Die Lieferantenansprache erfolgte schrittweise:  

  • Zu Beginn Priorisierung großer und strategisch relevanter Lieferanten
  • Start der ersten Kampagne mit 200 Lieferanten bereits nach rund vier Wochen
  • Skalierung auf die gesamte Lieferantenbasis mit Fokus auf Tier-1-Lieferanten

Umfang der Analyse:

  • Mehr als 2.300 Lieferanten, inklusive 69 Tochtergesellschaften und Joint Ventures, automatisiert auf Länder- und Branchenrisiken geprüft
  • 2.200 Lieferanten für standardisierte Selbstauskünfte ausgewählt und kontaktiert
  • Thematische Schwerpunkte: Umweltschutz, Menschen- und Arbeitsrechte, Arbeits- und Gesundheitsschutz

Parallel hat FUCHS eine interne Impact-Logik entwickelt, um Risiken unter Berücksichtigung von Einkaufsvolumen und strategischer Relevanz gezielt zu priorisieren.

IT-Integration

Ein zentrales Element des Projekts ist die umfassende Integration der IntegrityNext-Daten in die bestehende Systemlandschaft der FUCHS Gruppe über eine Extended API.

Die Integration erfolgt in folgende Systeme:

  • SharePoint: Visualisierung der Daten, operatives Prozess- und Steuerungstool
  • SRM-System: Zentrale Plattform für Lieferanten-Onboarding und Bewertungen
  • Power BI: Dashboards für vertiefte Analysen

Besonderheiten des Ansatzes:

  • Einkäufer arbeiten nicht direkt auf der IntegrityNext-Plattform, sondern greifen über interne Systeme auf die Daten zu.
  • FUCHS hat eine individuelle Prozesslogik entwickelt, z. B. für die Steuerung von Lieferantenmaßnahmen über SharePoint.
  • IntegrityNext-Daten sind vollständig in Einkaufsprozesse eingebettet.
  • Die IntegrityNext-Analysen werden mit weiteren Lieferantenindikatoren, z.B. Finanzkennzahlen, für eine ganzheitliche Bewertung verknüpft.

Zentrale Ergebnisse

Skalierbarer Due-Diligence-Prozess

FUCHS hat mit IntegrityNext ein Modell etabliert, das regulatorische Konformität, Risikotransparenz und operative Nutzbarkeit vereint – global einheitlich und lokal anwendbar. Die Lösung ist so ausgelegt, dass sie mit zunehmenden Anforderungen, zusätzlichen Themenfeldern und neuen regulatorischen Entwicklungen (z.B. CSDDD) mitwächst und damit das Fundament für die weitere Optimierung des nachhaltigen Lieferkettenmanagements bildet.

Transparenz über die Tier-1-Lieferkette

FUCHS hat das zentrale Projektziel erreicht, einen umfassenden Überblick über seine relevanten Lieferanten zu gewinnen. Die Abdeckung der direkten globalen Beschaffungsausgaben liegt bei über 80%, in einzelnen Regionen wie EMEA auch deutlich darüber. Bei einer Rücklaufquote von 80% für Selbstauskünfte verfügt das Unternehmen über eine robuste Grundlage, um Risiken systematisch zu identifizieren und wirksam zu steuern.

Effizienz durch Automatisierung und Priorisierung

Die IntegrityNext-Lösung sorgt dank automatisierter Risikoanalysen, standardisierter Selbstauskünfte und zentraler Datenverfügbarkeit für effiziente Prozesse. Sie entlastet die beteiligten Teams und ermöglicht skalierbare Abläufe. Darüber hinaus lassen sich kritische Lieferanten gezielt und ressourcenschonend priorisieren.

Nahtlose IT-Integration und Datenverfügbarkeit

Die IntegrityNext-Daten sind über eine Extended API mit SharePoint, einem SRM-System und Power BI verknüpft und stehen Abteilungen wie Einkauf, Nachhaltigkeit und Compliance zur Verfügung. Einkäufer nutzen die Informationen für Lieferanten-Onboarding, Bewertungen und Maßnahmenmanagement. Dieser Ansatz stärkt die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und ermöglicht eine effiziente, skalierbare Steuerung großer Lieferantenportfolios.

Internationale Abdeckung gesetzlicher Vorgaben

IntegrityNext unterstützt FUCHS maßgeblich bei der Erfüllung von Sorgfalts- und Berichtspflichten in Deutschland (LkSG), Norwegen (Transparenzgesetz, NTA), Australien, Kanada und dem Vereinigten Königreich (jeweils Modern Slavery Acts). Damit setzt das Unternehmen auf eine zentrale Plattform, um unterschiedliche regulatorische Anforderungen parallel und mit einem konsistenten Ansatz abzubilden.

Mit IntegrityNext bewerten wir die Nachhaltigkeitsrisiken unserer globalen Lieferantenbasis strukturiert und mit einer Abdeckung von mehr als 80%. Das verschafft uns die Transparenz, die wir für regulatorische Anforderungen und die Optimierung interner Prozesse benötigen.

Erik Richter
Human Rights Officer & Sustainability Manager Procurement, FUCHS SE

Ausblick

FUCHS treibt das Risikomanagement und die nachhaltige Transformation der Lieferkette konsequent voran und setzt künftig folgende Schwerpunkte:  

Vorbereitung auf kommende regulatorische Anforderungen

Ein zentrales Ziel ist die frühzeitige Ausrichtung bestehender Prozesse auf neue regulatorische Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD). FUCHS erwartet steigende Anforderungen an Transparenz, Dokumentation und Risikomanagement und will sicherstellen, dass die bestehende System- und Prozesslandschaft diese zuverlässig und skalierbar unterstützt.

Ausbau des Lieferantendialogs

FUCHS verfolgt den Ansatz, Lieferanten nicht nur zu bewerten, sondern aktiv in die Weiterentwicklung einzubinden. Künftig soll der Dialog noch stärker dazu genutzt werden, bei identifizierten Risiken konkrete Verbesserungen anzustoßen und Lieferanten dabei zu begleiten, die geforderten Standards schrittweise zu erreichen. Dieses Prinzip des „Förderns und Forderns“ bleibt ein zentraler Bestandteil des Responsible-Procurement-Modells.

Fokus auf produktbezogene Anforderungen und Dekarbonisierung

Produktbezogene Anforderungen rücken zunehmend in den Fokus des Lieferkettenmanagements. Insbesondere der Product Carbon Footprint (PCF) gewinnt im Kontext der Net-Zero-Strategie an Bedeutung und wird künftig eine zentrale Rolle in der Zusammenarbeit mit Lieferanten spielen. Gleichzeitig werden weitere produkt- und stoffbezogene Compliance-Themen, etwa im Bereich PFAS, systematisch in den Blick genommen.

Strategische Nutzung von Nachhaltigkeitsdaten

FUCHS baut die Nutzung von Nachhaltigkeits- und Compliance-Daten für Reporting, Managemententscheidungen und die bereichsübergreifende Steuerung weiter aus. Ziel ist eine höhere Transparenz sowie die stärkere Verankerung dieser Daten in bestehenden Prozessen, sodass Nachhaltigkeits- und Risikothemen im operativen Alltag systematisch berücksichtigt werden – pragmatisch, skalierbar und kompatibel mit den Anforderungen eines globalen Industrieunternehmens.

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