IntegrityNext erweitert Product-Compliance-Plattform um PPWR-Funktionalitäten vor Inkrafttreten der EU-Verordnung 2026
Neue Funktionen unterstützen Unternehmen dabei, relevante Verpackungen zu identifizieren, Lieferantendaten zentral zu erfassen, Stoffgrenzwerte zu prüfen und prüffähige Dokumentation aus einer Plattform heraus zu erstellen.
München / New York, 17. Juni 2026 - IntegrityNext, die AI‑gestützte Plattform für nachhaltige Lieferketten, erweitert ihre Product-Compliance-Lösung um neue Funktionen für die EU‑Verpackungsverordnung (PPWR).
Die ersten Anforderungen der PPWR gelten ab dem 12. August 2026. Unternehmen, die Verpackungen in der EU in Verkehr bringen, müssen künftig deutlich präziser und transparenter nachweisen, dass ihre Verpackungen den regulatorischen Vorgaben entsprechen. Dazu gehören unter anderem PFAS-Beschränkungen für Lebensmittelverpackungen, Grenzwerte für Schwermetalle sowie prüffähige Konformitätserklärungen und technische Dokumentation.
In vielen Unternehmen liegen die dafür benötigten Informationen heute noch verteilt vor – etwa in ERP-Systemen, Lieferantenerklärungen, Excel-Tabellen, Stücklisten oder Produktspezifikationen. IntegrityNext führt diese Daten in einem durchgängigen Workflow zusammen. Compliance-Teams müssen Informationen nicht mehr manuell zusammensuchen, sondern arbeiten mit strukturierten, wiederverwendbaren Verpackungsdaten.
„Mit der PPWR wird Verpackungs-Compliance vor allem zu einer Datenfrage“, sagt Till Reiter, Chief Product Officer bei IntegrityNext. „Unternehmen müssen wissen, welche Verpackungen betroffen sind, welche Lieferanten und Stoffe dahinterstehen, wo Grenzwerte überschritten werden und ob alle Nachweise vorliegen. IntegrityNext bringt diese Schritte in einem zentralen Workflow zusammen und macht sie steuerbar.“
Ein durchgängiger Workflow für PPWR-Compliance
Die neuen Funktionen erweitern die bestehende Product-Compliance-Plattform von IntegrityNext. Unternehmen können Verpackungen künftig gemeinsam mit Produkten, Materialien und Substanzen verwalten. Verpackungen lassen sich als SKUs erfassen, Lieferanten zuordnen und gezielt gegen regulatorische Anforderungen prüfen.
Die Plattform unterstützt dabei insbesondere:
- Relevante Verpackungen zu identifizieren: Verwaltung von Primär-, Sekundär- und Transportverpackungen in einem Portfolio, inklusive Kennzeichnung von Lebensmittelkontakt zur Prüfung von PFAS-Anforderungen.
- Lieferantendaten strukturiert zu erfassen: Bestehende Lieferantenprozesse werden genutzt, um Material- und Stoffdaten zu sammeln. KI-Agenten verarbeiten Stücklisten und Materialdeklarationen automatisch.
- Compliance-Status zu überwachen: Dashboards zeigen u. a. PFAS-Anforderungen, Grenzwertüberschreitungen, eingehende Lieferantendaten und offene Maßnahmen.
- Prüffähige Dokumentation zu erstellen: Unterstützung bei Konformitätserklärungen und technischen Dossiers für Kunden, Auditoren und Behörden.
Da die Lösung auf einer gemeinsamen Datenbasis aufbaut, können Unternehmen dieselben Informationen auch für weitere regulatorische Anforderungen nutzen – etwa REACH, RoHS oder PFAS. Das reduziert doppelte Anfragen an Lieferanten, verbessert die Datenqualität und erleichtert die Vorbereitung auf zukünftige regulatorische Anforderungen.
Verpackung, Produkt und Lieferkette zusammengedacht
In der Praxis überschneiden sich Verpackungsanforderungen zunehmend mit angrenzenden Themen wie REACH, PFAS, erweiterter Herstellerverantwortung oder Nachhaltigkeitsberichterstattung. IntegrityNext ermöglicht es Unternehmen, diese Zusammenhänge in einem System zu steuern – statt sie in getrennten Prozessen abzubilden.
Mit über 600 Kunden und mehr als 3 Millionen Lieferanten auf der Plattform bietet IntegrityNext bereits eine etablierte Infrastruktur zur Einbindung von Lieferanten. Unternehmen können bestehende Prozesse direkt auf Verpackungs-Compliance ausweiten, statt neue Datensilos aufzubauen.
„Es geht nicht darum, ein weiteres isoliertes PPWR-Projekt aufzusetzen“, fügt Till Reiter hinzu. „Entscheidend ist, Verpackungsdaten wiederverwendbar zu machen – über verschiedene Regulierungen, Prozesse und zukünftige Berichtspflichten hinweg.“
Über IntegrityNext
IntegrityNext ist ein weltweit führender Anbieter von Softwarelösungen für resiliente und nachhaltige Lieferketten. Die cloudnative Plattform kombiniert ein globales Lieferketten-Datennetzwerk mit künstlicher Intelligenz, um Risiken und regulatorische Anforderungen in messbaren Business Impact zu verwandeln. Mehr als 600 Organisationen vertrauen auf IntegrityNext, um rund 2,8 Millionen Lieferanten in über 190 Ländern zu überwachen und zentrale Prozesse – von Lieferanten-Onboarding über kontinuierliches Risikomanagement bis zur auditfähigen ESG- und Compliance-Berichterstattung – zu automatisieren. KI-Agenten aggregieren und analysieren fragmentierte Lieferkettendaten und verwandeln sie in entscheidungsrelevante Insights für Einkaufs-, Nachhaltigkeits- und Compliance-Teams. Das 2016 gegründete Unternehmen hat Hauptsitze in München und New York.